Freitag, 10. Januar 2014

Trauriges Ende dieses Blogs

Seit dem 30. September 2013 vermissen wir nun unseren Leon. Er ging abends gegen 18.30 Uhr nochmal raus. Meistens kam er kurze Zeit später wieder, es war ja schon ziemlich kalt und ungemütlich draußen. Da zog er seinen Lieblingsplatz auf der Couch vor.

Doch an diesem Abend kam er nicht zurück. Schon in dieser Nacht ging ich ihn im ganzen Dorf suchen, ohne Erfolg. Sowie alle Suchaktionen der nächsten Wochen, Plakate und Zettel verteilen, Internetsuchen, alle Nachbarn befragen und bitten, in ihren Garagen, Schuppen und Kellern nachzusehen. Alles ohne Erfolg. Natürlich wurden Tierschutz und Tasso informiert, bei Feuerwehr und Polizei nachgefragt. Leon bleibt verschwunden.

Nicht nur wir, seine Menschen, auch die kleine Lucie trauert und versteht die Welt nicht mehr. Auch die Mitarbeiter vom Tierschutz, die unseren Leon einst aufnahmen und uns vermittelten, waren über diese Mitteilung sehr schockiert. Waren wir doch alle davon überzeugt, dass er hier bei uns ein schönes langes Leben führen könne. Ländlich mit Haus und Garten, ohne große Straßen in der Nähe und natürlich von uns liebevoll umsorgt, waren es ja auch die besten Voraussetzungen.

Trotzdem muss ihm nun etwas zugestoßen sein. Leider kann ich kaum noch hoffen, dass er bei einem lieben Menschen aufgenommen und versorgt wird. Ist er doch gechipt und tätowiert. Das wäre sicher aufgefallen und jeder Tierfreund würde wollen, dass das gefundene Tier wieder Nachhause zurückkehrt.

Dazu kommt, dass uns jemand unmissverständlich zu verstehen gegeben hat, dass er keine Katzen auf seinem Grundstück duldet. Und zwar auf eine sehr unfreundliche Art und Weise. Leider kann man einem freilaufenden Kater nicht erklären, welche Gärten er betreten darf und welche nicht.

Meiner Meinung nach kann man frei laufenden Tieren, dazu gehören auch Igel, Hasen, Marder, Vögel etc., auch nicht verbieten, seinen Garten zu betreten. Wen die Tiere stören, der sollte doch lieber in eine betonierte städtische Gegend ziehen, wo ihn keine Tiere belästigen, statt ihnen mit Fallen aufzulauern, Giftköder auszulegen oder mit dem Luftgewehr rumzuballern!

Wir müssen nun leider mit einem Verdacht, Ungewissheit und zugegebenermaßen auch Groll gegen "Mister Katzenhasser" leben. Auch unsere Lucie hat darunter zu leiden. Sie fühlt sich sehr einsam, wird es wohl leider auch bleiben müssen. Ich kann mich nicht dazu entschließen, für sie wieder einen Spiel- und Kuschelkameraden aufzunehmen. Zu tief sitzt der Schmerz, den der Verlust unseres lieben Leon hinterlassen hat. Außerdem könnte ich das unter diesen Umständen auch nicht verantworten.

Leider spaziert Lucie auch hin und wieder durch fremde Gärten. Zum Glück nicht so oft, wie das Kater eben machen. Doch ich bin immer angespannt, wenn ich sie nicht sehe und habe Angst, dass sie auch irgendwann nicht wieder Nachhause kommt.

So nimmt nun auch dieser Blog mit dem Namen "Leons neues Leben" ein Ende, es sei denn es geschieht noch ein Wunder und unser lieber Leon spaziert eines Tages wieder durch unseren Garten...



Lucie                 

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